Bernd Richard Deutsch


zu Martyrium oder Die Dinge sind:


„Doch wie Deutsch Künstlers neurotisches Erdenwallen auskomponierte, hat einen wahrhaft eigen- und einzigartigen Rang.“

(Martin Metzger, ÖMZ 5/2009)


„Komponist Deutsch, erst 31, entlockte diesem Riesenapparat ein packendes Seelendrama. Den psychischen Absturz eines manisch-depressiven Schriftstellers leuchtet Deutsch vielschichtig aus: mit surrealen Filmbildern, mit einer expressionistisch orientierten Klangsprache […]. Am Ende stürzt die Musik in grellem Piccolo-Sirren ins Nichts. Diesem Klangdrama folgte man gebannt bis ans eisige Ende.“

(Hans-Jörg Lund und Armin Knauer, Reutlinger Generalanzeiger, 10. 2. 2009)


„Was kam, sprengte alle Dimensionen […] Worum gings? Um alles! Genauer gesagt, um ein extremes Künstlerleben, um Höhenflüge und Rauschzustände, um Depressionen und schwärzeste Abgründe. […] Aufgeboten wurde dazu Material für eine Weltensinfonie: Texte von Dante bis Ingeborg Bachmann, Filme, ein furioser Höllengesang, sphärische Endzeitvisionen und tröstlich schwebende Chöre – alles im Breitleinwand-Format, tiefenscharf aufgefächert […]. So viel Wucht hatte kein anderes Werk im Eclat-Programm.“

(Otto Paul Burkhardt, Bietigheimer Zeitung 10. 2. 2009)




„Dem 31-jährigen Österreicher prophezeien einige eine große Zukunft. Sie werden wohl recht bekommen. „Aurora“, entstanden im Auftrag des Staatsorchesters Stuttgart, ist viel mehr als eine Studie über romantische Form und impressionistische Harmonik, das Stück ist ein eigenwilliger Rückblick auf die Moderne, die Postmoderne und damit auch auf die Romantik […]. Um die sorgfältig verborgenen stilistischen Verbindungen von Deutschs Opus zum Vergangenen aufzudecken, zu zeigen, wie geschickt er die rhythmische Gangart wechselt und in Windeseile die dynamische Statur einer Musik zu verändern weiß, setzte Honeck alles daran, das Orchester wie ein feinmechanisches Wunderwerk laufen zu lassen. […]“

(Annette Eckerle, Stuttgarter Zeitung vom 15. 9. 2008)


„Am meisten vermochten aber die Variationen von Bernd Richard Deutsch zu überzeugen: dicht gearbeitet, zwischen ätherischem Gleiten und pulsierender Aufgeregtheit vermittelnd, erinnern sie feinnervig zuweilen an die Webern’schen Bagatellen […]“

(Daniel Ender, Der Standard, 2. 10. 2006)


„Dazu bildete die Teilwiedergabe von Bernd Richard Deutschs Zyklus „…wer weint, der sucht nach seiner Melodie…“ einen wohltuenden Kontrast. Dieses Werk, mit dem der junge Komponist eine viel versprechende Entwicklung prolongiert, überzeugte durch eine klangsinnliche Ausdeutung der lyrischen Vorlage und facettenreiche Abstufungen der elegischen Grundhaltung – ein in vielfacher Hinsicht gelungener Abschluss des Konzerts.“

(Lukas Haselböck, ÖMZ 11-12/2004)




zu Die Verwandlung:

„Und dann kam es – auf der Studiobühne Penzing – doch anders. Deutsch hat den Text fragmentiert und den Fehler des Am-Text-Entlangkomponierens vermieden, der so viele Literaturopern ungenießbar macht, und statt dessen die Charaktere und Situationen aus musikalischen Strukturen entwickelt. […] Entstanden ist ein faszinierendes Stück Musiktheater […]

(Wolfgang Fuhrmann, Der Standard, 29./30. 5. 1999)


Press